Wenn du schwanger bist, ändert sich vieles. Das gilt auch für die Haut. Muttermale verändern sich, es kann zu Juckreiz oder Akne kommen und die Haut kann dunkler werden. Und was ist mit der Schwangerschaftsmaske? Ich erkläre es dir und gebe Tipps zur richtigen Hautpflege während der Schwangerschaft.
Dr Leenarts über Hautveränderungen während der Schwangerschaft
Kurz gesagt
- Es können neue Muttermale auftreten und manche von ihnen verändern sich.
- Die Pigmentierung der Haut verändert sich, das Haar wird voller und die Nägel werden brüchiger.
- Im Gesicht und am Körper können rote Flecken auftreten, die so genannten “Gefäßspinnen”.
- Die Dehnung der Haut kann zu Dehnungsstreifen (Striae) führen.
- Viele Frauen mit einer atopischen Veranlagung – einer vererbten Veranlagung zu Heuschnupfen, Asthma und Ekzemen – leiden unter Ekzemen, Schwangerschaftsjuckreiz oder juckender Akne.
Tipps zu Haut und Schwangerschaft
- Leidest du an Akne? Ich habe Produkte für unreine Haut entwickelt – ohne Parfüm und Alkohol –, die man auch in der Schwangerschaft verwenden kann.
- Was kann man gegen Striae tun? Leider gibt es keine Creme oder kein Öl, das Dehnungsstreifen verhindert. Schwangere Frauen möchten ihren Bauch jedoch häufig eincremen, um die Haut geschmeidig zu halten. Daran ist auch nichts auszusetzen.
- Schwangerschaft und Juckreiz? Gegen den durch trockene Haut verursachten Schwangerschaftsjuckreiz kannst du lediglich eine Creme verwenden. Zum Beispiel mit meiner parfümfreien Urea Bodylotion. So bleibt die Haut geschmeidig.
- Um brüchigen Nägeln vorzubeugen, kannst du meine Pflegesalbe für trockene Haut nach dem Baden oder Duschen auf die Nägel auftragen.
„Leidest du an Akne? Meine Produkte für unreine Haut sind parfüm- und alkoholfrei und können auch während der Schwangerschaft verwendet werden.“
Marjolein Leenarts, Dermatologin
Häufige Fragen zu Haut und Schwangerschaft
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Anti–Striae-Produkte Inhaltsstoffe enthalten, die die Entstehung von Dehnungsstreifen verhindern. Oftmals reiben schwangere Frauen ihren Bauch aber auch gerne mit einem Öl oder einer Creme ein. Daran ist natürlich nichts auszusetzen, und es kann auch gut für die Haut sein. Die Einfettung hält die Haut geschmeidig und in Form. Dies kann auch bei juckenden Dehnungsstreifen helfen. Eine vollständige Vermeidung von Dehnungsstreifen ist leider nicht möglich.
Kokosnussöl oder Mandelöl halten die Haut geschmeidig und pflegen sie. Wie bei speziellen Striae-Cremes gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass diese wirklich helfen.
Häufig sind Dehnungsstreifen zunächst rötlich-violett und sehr auffällig. Glücklicherweise werden sie mit der Zeit heller und sind weniger sichtbar. Dies kann bis zu einem Jahr dauern.
Creme die trockene Haut mit einer ölhaltigen Salbe ein, z. B. mit meiner Pflegesalbe für trockene Haut. Vermeide Produkte, die Parfüm oder Seife enthalten.
Während der Schwangerschaft dehnt sich die Haut des Bauches. Ganz verhindern kann man sie also nicht, aber man kann die Haut geschmeidig halten, indem man zum Beispiel ein Hautöl oder eine Körperlotion aufträgt. Geschmeidige Haut ist flexibler und lässt sich daher leichter dehnen.
Sich bildende Dehnungsstreifen sind an rosa/roten/lila Streifen auf der Haut zu erkennen, die zwischen 1 und 20 cm lang sein können. Nach längerer Zeit kann diese Farbe in den Hautton übergehen, so dass die Streifen weniger sichtbar sind.
Leider gibt es keine Creme oder kein Öl, das Dehnungsstreifen verschwinden lässt. Du kannst deine Haut jedoch geschmeidig halten, indem du z. B. ein Hautöl oder eine Körperlotion aufträgst. Eine Laserbehandlung der Dehnungsstreifen oder ein Peeling können die Narben im Anfangsstadium manchmal etwas weniger rot werden lassen.





