Eine Chemotherapie stellt eine starke Belastung für den Körper und die Haut dar. Die Chemotherapie zerstört Krebszellen, aber auch andere sich schnell teilende Zellen. Dadurch kommt es infolge einer Chemotherapie zu Nebenwirkungen wie trockene Haut, brüchige Nägel und Haarausfall. Wie kann man die Haut während der Chemotherapie am besten gesund erhalten? Ich gebe dir Ratschläge zur milden Hautpflege während der Chemotherapie.
Dr Leenarts über Hautpflege bei Chemotherapie
Kurz gesagt
- Die Chemotherapie zerstört Krebszellen, aber auch andere sich schnell teilende Zellen, z. B. in der Haut, den Haaren oder den Nägeln.
- Die Haut schützt uns u. a. vor Bakterien und Viren. Deshalb ist es wichtig, die Haut während der Chemotherapie entsprechend zu unterstützen.
- Pflege deine Haut auf milde und sanfte Weise.
Hautpflege bei einer Chemotherapie
- Ist das Naseninnere trocken? Eine Nacht mit einer fetthaltigen Salbe kann helfen. Nutze dazu zum Beispiel meine Pflegesalbe für trockene Haut.
- Leidest du unter trockenen Nägeln oder trockener Nagelhaut? Creme sie nach dem Bad oder der Dusche ein, zum Beispiel mit meiner Pflegesalbe für trockene Haut.
- Achte während der Chemotherapie auf eine milde, sanfte Hautpflege und sei freundlich zu deiner Haut: Tupfe sie trocken, ohne zu reiben und verwende lauwarmes Wasser.
„Versuche, während der Chemotherapie milde Pflegeprodukte zu verwenden – ohne Allergene oder Reizstoffe –, um die Haut nicht unnötig zu belasten.“
Marjolein Leenarts, Dermatologin
Häufig gestellte Fragen zur Hautpflege während der Chemotherapie
Bei den meisten Formen der Chemotherapie wird die Haut empfindlicher gegenüber UV–Strahlen. Deshalb ist der Sonnenschutz jetzt besonders wichtig. UV-Strahlen sind das ganze Jahr über vorhanden; UVA-Strahlen durchdringen auch Wolken und Fenster. Schütze daher deine Haut (Gesicht, Hände und andere der Sonne ausgesetzte Hautpartien) täglich mit einem Sonnenschutzmittel oder einer Tagescreme mit UV–Filter.
Juckreiz nach einer Chemotherapie wird oft durch trockene Haut verursacht. Daher ist es wichtig, einer trockenen Haut entgegenzuwirken, womit sich zugleich der Juckreiz verringert. Verwende fetthaltige Cremes, die die Hautbarriere wiederherstellen. Inhaltsstoffe, die man häufig in fetthaltigen Cremes antrifft, sind Vaseline, Glyzerin oder zum Beispiel Harnstoff (Urea).
Auch für die Gesichtspflege solltest du möglichst eine Creme ohne Reizstoffe verwenden. Da durch die Chemotherapie auch Hautprobleme im Gesicht auftreten können, z. B. Austrocknung und Sonnenempfindlichkeit, solltest du eine Tagescreme für trockene Haut verwenden. Achte außerdem darauf, dass dein Gesicht regelmäßig mit Sonnenschutzmitteln einzucremen, oder nimm eine Tagescreme, die bereits UV–Filter enthält (und trage sie wiederholt auf, wenn du dich an sonnigen Tagen im Freien aufhältst).
Siehe dir zum Beispiel die von mir entwickelte Gesichtspflegelinie an. Meine Gesichtscremes enthalten keine bekannten Allergene, so dass sie auch für die empfindlichste Haut geeignet sind. Die Tagescreme LSF30 enthält Sonnenfilter und schützt somit auch vor UV–Strahlen.
Wie pflege ich meine Haut nach einer Strahlentherapie?
Die Haut ist nach einer Strahlentherapie oft stark beeinträchtigt. Die Symptome treten oft innerhalb weniger Tage nach der Strahlentherapie auf und halten noch ein bis zwei Wochen nach der letzten Bestrahlung an. Wie man die Haut dann am besten pflegt, darüber habe ich einen speziellen Blog geschrieben: Pflege der Haut nach der Strahlentherapie.





