Krätze, auch Skabies genannt, ist eine Hauterkrankung, die bei uns regelmäßig auftritt. Sie ist ziemlich ansteckend. Wie bekommt man Krätze? Kann man sich davor schützen? Und nicht zuletzt: Wie wird man den Juckreiz los? Ich gebe dir einige praktische Tipps hierzu.
Dr Leenarts über Krätze
Was ist Krätze?
- Krätze ist eine zwar ansteckende, aber keine schwerwiegende Hauterkrankung, die sich gut behandeln lässt.
- Diese Hautkrankheit wird durch den Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen.
- Zu den Symptomen der Krätze gehören: feine, dunkle und unregelmäßige Linien in der Haut sowie Pickel und Beulen sowie Juckreiz (vor allem nachts, wenn es warm ist).
- Die Behandlung besteht aus einer speziellen Creme oder Tabletten, die vom Arzt verschrieben werden.
Tipps gegen Krätze
- Wasche alle getragenen Kleidungsstücke und die benutzte Bettwäsche der letzten drei Tage bei 60 Grad Celsius oder höher, denn Krätzemilben werden nur bei Temperaturen über 50 Grad Celsius abgetötet. Kleidungsstücke, die nicht bei diesen hohen Temperaturen gewaschen werden dürfen, sollten mindestens eine Woche lang in einem verschlossenen Plastikbeutel aufbewahrt werden.
- Wechsele regelmäßig die Bettwäsche. Obwohl die Krätze nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat, können Krätzemilben an warmen Orten länger überleben.
„Die Vorstellung eines winzigen Wesens, das sich in der Hauptoberfläche seine Gänge gräbt, ist alles andere als schön. Glücklicherweise ist diese Hauterkrankung leicht zu behandeln.”
Marjolein Leenarts, Dermatologin
Häufige Fragen zu Scabies
Das Wichtigste ist, die Ursache des Juckreizes zu bekämpfen – die Milben. Nach der Behandlung geht der Juckreiz zwar deutlich zurück, ist aber in der Regel noch nicht völlig verschwunden. Das liegt daran, dass der Juckreiz durch die Reaktion auf die Milben bzw. deren Ausscheidungen verursacht wird, und diese Reaktion hört nicht sofort auf.
Dein Baby oder Kind kann vierundzwanzig Stunden nach Beginn der Behandlung wieder in den Kindergarten oder in die Schule. Es ist jedoch wichtig, die Kindergarten- bzw. Schulleitung über die Erkrankung zu informieren; dein Kind könnte sich nämlich dort mit der Krätze angesteckt haben.
Ja, es sei denn, du arbeitest in einem Beruf, in dem du regelmäßig und über längere Zeit hinweg intensiven Hautkontakt mit anderen Menschen hast. In diesem Fall ist es besser, erst vierundzwanzig Stunden nach Beginn der Behandlung an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Im Zweifelsfall solltest du dich immer an den Betriebsarzt wenden.
Nein, Krätze verschwindet nicht von selbst. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, sie zu behandeln. Denn wenn du das nicht tust, können sich die Krätzemilben fortpflanzen, so dass sie immer zahlreicher werden. Dies kann dazu führen, dass du stärkere Symptome bekommst. Und natürlich kann man auch andere anstecken.
Nein, Krätze ist nicht gefährlich für Schwangere. Es ist jedoch wichtig, dass du dies deinem Arzt mitteilst. Schwangeren Frauen wird oft eine andere Creme verschrieben. Und natürlich ist es wichtig, diese Hauterkrankung zu behandeln, denn du möchtest ja verhindern, dass dein Baby auch Krätze bekommt.
Ja, Loxazol-Creme ist rezeptfrei erhältlich. Ich würde aber immer einen Arzt aufsuchen, um die Diagnose bestätigen zu lassen und sich beraten zu lassen.
Nein, Krätze kann nur mit speziellen Cremes oder Tabletten behandelt werden, die auf Rezept beim Hausarzt erhältlich sind. Ich würde stets einen Arzt aufsuchen, um die Diagnose bestätigen zu lassen.
Da es nachts warm ist, kann der Juckreiz in der Nacht besonders stark sein. Lies hier unter “Erkenne von Krätze”, um festzustellen, ob du daran erkrankt bist. Es gibt aber auch eine Reihe anderer Hauterkrankungen, die Juckreiz verursachen können – vor allem nachts.







