Dein Haar sieht gut aus… solange es gesund ist. Und damit meine ich vor allem die Kopfhaut. Wie wichtig eine gesunde Kopfhaut ist, merkt man oft erst, wenn dies nicht der Fall ist. Hast du Probleme mit der Kopfhaut, beispielsweise Schuppenbildung, einen fettigen Ansatz oder Juckreiz? Zum Glück kann die richtige Haarpflege – bei der das Shampoo die Hauptrolle spielt – Abhilfe schaffen. Hier erfährst du wie.
Dr Leenarts über Haarpflege
Haarpflege in Kürze
- Das Haar wird in drei Haartypen unterteilt: Afrikanisch, Asiatisch und Kaukasisch. Ob das Haar glatt, gewellt oder kraus ist, hängt von seiner Form ab. Die Form lässt sich am Querschnitt des Haares erkennen.
- Viele Haarprobleme lassen sich auf die (Kopf-)Haut zurückführen. Haarpflege ist etwas sehr Persönliches. Welches Shampoo du brauchst und magst, ist bei jedem anders und hängt hauptsächlich von der Talgproduktion deiner Kopfhaut ab.
- Haare bestehen aus abgestorbenen Zellen: Das Haar kommt gesund aus der Wurzel, kann dann aber z. B. durch Kämmen, Färben und Sonne beschädigt werden.
- Schuppige Kopfhaut? Es müssen nicht gleich Schuppen sein – vielleicht hast du lediglich eine trockene Kopfhaut und ein mildes Shampoo kann dir bereits helfen.
- Kopfhautprobleme wie das seborrhoische Ekzem (oder Schuppen) erfordern medizinische Shampoos, von denen einige nur auf Rezept erhältlich sind.
Tipps für gesundes Haar
- Behandle dein Haar so wenig wie möglich. Je mehr du dein Haar färbst, bürstest, lockst, desto mehr schadest du ihm. Und zwar auf Dauer. Dein Haar ist am gesündesten, wenn es gerade aus der Haarwurzel kommt. Sonne, chemische Prozesse, Waschen, Kämmen und so weiter schädigen es.
- Das nasse Haar nicht kämmen. Nasses Haar bricht schneller. Es ist besser, mit den Fingern durch das nasse Haar zu fahren und es zu entwirren und es erst zu kämmen, wenn es trocken ist.
- Lass deine Haare an der Luft trocknen. Heißluftföhnen kann die Proteinstruktur des Haares schädigen und den Haarschaft schwächen. Wenn du krauses Haar hast, solltest du es am besten natürlich trocknen lassen. Ist das keine Option für dich? Achte dann darauf, dass du den Föhn auf Abstand zum Haar hältst. Beginne mit einer niedrigen Temperatur und erhöhe diese bei Bedarf langsam. Ein plötzlicher Kontakt mit heißer Luft kann das Haar schädigen.
- Verwende den richtigen Kamm bzw. die richtige Bürste. Wähle einen Kamm mit weit auseinander stehenden, glatten Zinken, um die Reibung beim Kämmen zu verringern und so das Risiko von Haarbruch zu reduzieren. Du magst eher eine Bürste? Schöne Holzbürsten mit vielen Borsten sind derzeit der letzte Schrei, können aber das Haar ziemlich beschädigen. Besser ist es, eine Bürste mit Kügelchen an den Enden zu wählen.
- Verwende nach jedem Waschen eine Haarspülung. Haarspülungen pflegen und stärken das Haar, verleihen ihm mehr Glanz und machen es leichter kämmbar (und sorgen so für weniger Haarbruch beim Kämmen).
- Trockene Haut im Gesicht und Juckreiz gehen oft Hand in Hand. Und bei der Kopfhaut ist es nicht anders. Speziell für die Pflege der Kopfhaut habe ich ein mildes Shampoo mit sanften Reinigungsmitteln und pflegenden Inhaltsstoffen entwickelt. Aufgrund seiner Zusammensetzung ist dieses Shampoo für trockene, juckende Kopfhaut geeignet.
„Wer trockene Haut hat, neigt auch zu einer trockenen, gespannten Kopfhaut. Trockene, empfindliche Haut macht nicht am Haaransatz halt.“
Marjolein Leenarts, Dermatologin
Häufige Fragen zur Haarpflege
Ja, das gibt es tatsächlich. Es stimmt jedoch, dass ein solches Shampoo oft etwas weniger gut reinigt als ein Shampoo allein. Und die Spülungselemente pflegen das Haar nicht so gut, wie wenn du eine separate Spülung verwendest.
Außerdem ist die Spülung eigentlich für die Haarspitzen und das Shampoo für die Kopfhaut gedacht. Bei einem 2-in-1-Shampoo ist das also schwierig.
Ja, die Kopfhaut ist, wie der Rest der Haut, sehr empfindlich gegenüber Stress. Das seborrhoische Ekzem ist eine Hauterkrankung, die sehr empfindlich auf Stress reagiert, d. h. darauf, wie man sich buchstäblich selbst fühlt.
Eine Nacht mit Kokosnussöl oder Olivenöl in den Haaren ist auf jeden Fall eine gute Idee bei trockener Kopfhaut.
Das kann durchaus der Fall sein! Wie der Rest deiner Haut neigt auch die Kopfhaut im Winter zu Trockenheit.
Der Unterschied zwischen trockener Kopfhaut und Schuppen (einer milden Form des seborrhoischen Ekzems) ist manchmal schwer zu erkennen. Bei beiden leidest du unter Schuppenbildung und Juckreiz.
Wasche dein Haar zunächst eine Zeit lang mit einem milden Shampoo, um zu sehen, ob die Kopfhautprobleme zurückgehen. Ein mildes Shampoo ist ein Shampoo mit sanften, hautfreundlichen Reinigungsmitteln. Idealerweise sollte es auch pflegende Inhaltsstoffe wie Urea enthalten – ein Inhaltsstoff, der Schuppenbildung entgegenwirkt und zugleich die Kopfhaut pflegt.
Wenn du dann immer noch unter schuppiger Kopfhaut leidest, kannst du ein Anti-Schuppen-Shampoo ausprobieren. Ein solches Shampoo bekämpft Hefepilze. Versuche es zum Beispiel mit Selsun-Shampoo (in Drogerien) oder mit Ketoconazol-Shampoo (in Apotheken).
Bei Rötungen und starker Schuppenbildung auf der Kopfhaut ist es in der Regel notwendig, medizinische Shampoos wie Selsun- und Ketoconazol-Shampoo zu verwenden, manchmal auch ergänzt durch medizinische Cremes oder Lotionen. Ich rate dir zu einem Besuch bei deinem Hausarzt!
Wie die Spülung sorgt eine Haarmaske für Geschmeidigkeit, Glanz und Kämmbarkeit. Daher ist es besser, die Haarmaske nach der Haarwäsche und möglichst nur an den Haarspitzen anzuwenden.
Eine stark juckende Kopfhaut ist immer lästig. Juckreiz kann ein Zeichen für trockene Kopfhaut, ein seborrhoisches Ekzem oder eine andere Hauterkrankung sein. Aber auch Kopfläuse können die Ursache sein. Um sicher zu gehen, solltest du deine Kopfhaut auf Läuse und Nissen untersuchen lassen.





