Elf Ausreden, um kein Sonnenschutzmittel zu benutzen

Elf Ausreden, um kein Sonnenschutzmittel zu benutzen
Marjolein Leenarts
Marjolein Leenarts, Dermatologin

Mir ist es unverständlich, dass nicht jeder ein Sonnenschutzmittel benutzt. Falten, dunkle Flecken, Hautkrebs… Jeder weiß doch längst, dass die Sonne bleibende Hautschäden verursacht und dass man sich angemessen vor der Sonne schützen muss. Für die eifrigen Gegner von Sonnenschutzmittel habe ich einmal alle Ausreden aufgelistet, um keine Sonnencreme aufzutragen. Also keine Ausreden mehr, sondern eincremen!

1. Sonnencreme haftet nicht gut bzw. lässt sich nicht gut auftragen

Das ist natürlich von Produkt zu Produkt und von Marke zu Marke unterschiedlich, aber es gibt Cremes, die nicht klebrig sind und sich sehr gut auftragen lassen. Dabei geht es darum, ein Produkt zu finden, das dir angenehm erscheint, und das du, ohne innerlich zu murren, mehrmals am Tag aufträgst.Tipp: Von einigen Marken kannst du eine kleinere Packung kaufen, um das Produkt zu testen: Dr. Leenarts Suncare gibt es auch als sogenannte  Miniversion.

2. ‚Das Eincremen passt nicht zu meinem Make-up.’

Manchmal sieht man, dass auf einem Puder oder einer Grundierung ein Faktor angegeben ist. Leider bietet dies keinen ausreichenden Schutz. Wenn deine Grundierung den Faktor 15 ausweist, schützt sie dich deutlich weniger als ein Sonnenschutzmittel mit Faktor 15. Damit der Faktor seine Wirkung entfalten kann, brauchst du eine sehr dicke Grundierungsschicht! Die du dann auch regelmäßig erneut aufträgst.

Tipp: Achte darauf, ein Sonnenschutzmittel zu verwenden, dass du gerne und ohne Probleme mehrmals täglich über deinem Make-up auftragen kannst.

3. ‚Heute ist es bewölkt, da brauche ich keinen Sonnenschutz.’

Die UV-Strahlung, die die Erde erreicht, besteht zu 95 % aus UVA- und zu 5 % aus UVB-Strahlen. Die UVB-Strahlung, die vor allem im Frühjahr und Sommer auftritt, führt zu einer Bräunung, aber auch zu Verbrennungen der ungeschützten Haut. UVA-Strahlung führt zwar seltener zu Verbrennungen, aber umso stärker zu Hautkrebs und einer gealterten Haut. Im Gegensatz zu UVB ist UVA das ganze Jahr über vorhanden und wird nicht durch Wolken oder Fensterscheiben absorbiert! Es ist also wichtig, sich das ganze Jahr über vor der Sonne zu schützen, auch wenn es bewölkt ist!

4. ‚Ich möchte einem Vitamin-D-Mangel vorbeugen.’

Gut gedacht, aber auch leicht zu bewerkstelligen: Zwanzig Minuten pro Tag mit den Unterarmen, den Händen und dem Gesicht in der Sonne, das reicht schon für die tägliche Dosis Vitamin D.

5. ‚Wenn ich gebräunt bin, finde ich mich attraktiver.’

Kein einziger Faktor schützt dich zu 100 %. Faktor 30 schützt zu 97 % und Faktor 50 zu 98 %. Selbst wenn du einen hohen Faktor verwendest, bräunst du trotzdem, aber auf eine verträglichere Art und Weise.

Tipp: Wenn du trotzdem braun werden willst, wähle eine sichere Alternative: Selbstbräuner.

6. ‚Mich stört der weiße Schleier bei Sonnenschutzmitteln.’

Das liegt an dem in der Creme enthaltenen Sonnenschutzmittel. Wenn ein mineralischer Filter verwendet wird, ist er auf Titanoxidbasis oder “Zinkoxid. Diese Filter legen sich sozusagen wie ein Schutzschild auf die Haut und weisen das UV-Licht ab, indem sie es reflektieren. Der Nachteil dieser Art von Sonnenschutz ist, dass er eine weiße Schicht hinterlässt und die Filter leicht von der Haut abgewischt werden können. Wenn dir das nicht gefällt, suche nach einer Creme mit organischen Filtern.

Tipp: Dr. Leenarts Suncare hinterlässt aufgrund der verwendeten Sonnenfilter einen weißen Schleier.

11 redenen om niet te smeren met zonnebrandcrème, smoesjes, dermatoloog Drs Leenarts

7. ‚‚Zum Strand nehme ich immer einen Sonnenschutz mit, aber heute bin ich nicht in der Sonne.’

Dies ist ein hartnäckiges Missverständnis. Wusstest du, dass 30 % aller Sonnenbrände  auf dem Spielplatz verursacht werden? Wenn du ins Freie gehst, bis du der Sonne ausgesetzt und musst dich deshalb vor Sonnenschäden schützen.

Tipp: Suche dir eine kleinformatige Sonnencreme für die Handtasche, damit du nie von einem sonnigen Moment überrascht wirst!

8. ‚Ich habe drei Kinder, und wenn ich sie alle jeden Tag eincremen würde, kostete mich das ein Vermögen.’

Das ist natürlich recht kompliziert, und es gibt keine Standardantwort darauf. Auf jeden Fall ist es nicht so, dass eine teure Creme besser ist. Glücklicherweise kann man Sonnenschutzmittel oft zu einem günstigen Preis kaufen. Hierzu habe ich ein Suncare Family Pack entwickelt: zwei Großtuben zu einem attraktiven Preis.

Tipp: Du kannst deinen Kindern auch UV-abweisende Kleidung überziehen, was wiederum jede Menge Sonnenschutzmittel spart und einen sehr sicheren Schutz beim Schwimmen bietet. Natürlich muss man dann noch das Gesicht und die Hände eincremen…

9. ‚Ich leide unter einer Sonnenallergie, deshalb creme ich mich lieber nicht ein.’

Bei einer echten Sonnenallergie wird die allergische Reaktion durch die Sonne selbst (UV-Strahlung) und nicht durch das Sonnenschutzmittel verursacht. Es gibt auch allergische Reaktionen, die durch die Kombination von Sonne und Sonnenschutzmittel verursacht werden, aber das ist eher selten.

Tipp: Meine Suncare ist dafür bekannt, dass das Risiko einer allergischen Reaktion äußerst gering ist. Aber man kann sich nie zu 100 % sicher sein. Deshalb habe ich auch eigens eine Mini-Version in mein Angebot aufgenommen, damit du die Creme zuerst ausprobieren kannst.

10. ‚Meine Haut verbrennt nie.’

Nur weil du keinen Sonnenbrand bekommst, heißt das nicht, dass deine Haut nicht von der Sonne geschädigt wird und dein Hautkrebsrisiko steigt. Die Haut ‚erinnert’ sich an jeden Sonnenstrahl, und zwar von Geburt an.

Tipp: Es ist nie zu spät, mit dem Eincremen zu beginnen.

11. ‚Ich sitze immer unter einem Sonnenschirm.’

Sehr gut! Leider bedeutet das nicht, dass du dich nicht einzucremen brauchst. Etwa 50 % der UV-Strahlen erreichen dich auch unter einem Sonnenschirm, da sie vom Boden auf dich reflektiert werden.

Tipp: Verwende auch unter dem Sonnenschirm ein Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor (mindestens 30).

Also keine Ausreden mehr, sondern eincremen!