Rotes Muttermal: Storchenbiss oder Engelskuss?

Rotes Muttermal: Storchenbiss oder Engelskuss?
Marjolein Leenarts
Marjolein Leenarts, Dermatologin

Zum einfachen roten Muttermal sagt der Volksmund auch Storchenbiss oder Engelskuss. Doch der Mythos rankt sich noch viel weiter… Der Fleck kann als ‚Beweis’ dafür dienen, dass der Storch das Baby am Hals gehalten und gebracht hat. Aber was genau ist es, ist es ernst und verschwindet es wieder von alleine?

Storchenbiss oder Engelskuss?

Bei etwa einem Drittel der Neugeborenen ist ein Fleck auf der Stirn, über den Augen oder am Haaransatz des Hinterkopfes sichtbar. Befindet sich das Muttermal am Hinterkopf, spricht man von einem Storchenbiss. Flecken auf der Stirn, den Augenlidern, der Nase oder der Oberlippe werden als Engelskuss bezeichnet. Oft gibt es mehrere kleine rosarote Flecken.

Fleckenbildung bei kahl werdenden Männern

Die Flecken werden von Blutgefäßen in der Haut gebildet. Diese Blutgefäße sind vorübergehend leicht geweitet, was den fleckigen Effekt bewirkt. Mit der Zeit schrumpfen sie wieder und die Flecken verschwinden. Storchenbisse verschwinden fast immer nach ein bis zwei Jahren. Aber nicht alle! Vor allem am Hinterkopf bleiben oft Flecken zurück. Beobachte einmal, wie oft du diese Flecken bei kahl werdenden Männern siehst. In manchen Fällen wird der Fleck, nachdem er scheinbar verschwunden ist, bei einer Anstrengung wieder sichtbar. So beispielsweise, wenn dein Kind viel weinen oder pressen muss.

Hübsche Flecken, hübsche Namen.

Wusstest du, dass Babys effektiv nicht immer eine makellose Haut haben? Zum Beispiel können sie in den ersten Monaten nach der Geburt Pickel und Pusteln entwickeln: Babyakne.